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Fürstlicher Thiergarten

Fürstlicher Thiergarten

Es gab einmal eine Zeit, da war aller Wald wild, ungebändigt und geheimnisvoll, Heimat und Brutstätte von zauberhaften Geschöpfen. Der "Fürstliche Thiergarten zu Regensburg" ist heute noch ein sehr lebendiger Wald, in dem zahlreiche Pflanzen und Tiere Heimat und Brutstätte finden. Angelegt wurde er 1813 als Jagdwald der Fürsten zu Thurn und Taxis. Davon zeugen Forsthäuser und Jagdhütten und auch die parkähnliche Landschaft mit Wäldern und Wiesen. Und auch heute noch kann man hier auf die Jagd gehen und einen Tag herrschaftlicher Jagd mieten. Doch der "Thiergarten" war auch schon immer ein Forstwald und diente der Holzproduktion. Heute umfasst er ein Areal von 2.800 Hektar mit einer üppigen Landschaft und einer zahlreichen Pflanzen- und Tierwelt.

Zu den Waldbewohnern gehört z.B. der Luchs, die größte wilde Katzenart Europas. Das Wasser läuft im stetigen Kreislauf, Flüsse, Bäche, Teiche und Seen versorgen den Waldboden mit Nährstoffen - ein idealer Lebensraum für Biber und Fischotter. Die Biber sind die größten und schwersten Nagetiere in Europa und gestalten die Landschaft des "Thiergartens" fleißig mit. Die Fischotter werden eher selten gesichtet. Der Schwarzstorch sucht in den Bächen nach Fröschen. Auch Molche, Gelbbauchunken und Kröten lieben dieses Feuchtgebiet. Die Krötenweibchen können bis dreizehn Zentimeter groß werden und fressen alles, was sich bewegt und kleiner ist als sie. Das jagdbare Wild, wie Wildschwein oder Rotwild, ernährt sich vorwiegend von Kastanien, Eicheln und Bucheckern.

Wald und Wiesen bieten ein breites Pflanzenspektrum und locken zahlreiche Tierarten an. Die Fütterung und ein Zaun halten die Tiere zusammen. Der "Thiergarten" ist komplett eingezäunt. Die Wildschweine und das Holz bilden das Kapital des Waldes. Wildschweine sind Allesfresser. Sie graben auch nach Mäusenestern und fressen Aas. Die Bachen verständigen sich über Kontaktlaute und ziehen gemeinsam ihre Jungen auf, zeigen ihnen die besten Futterplätze, beschützen und wärmen sie. Vor einigen Jahren sind Luchse aus dem bayerischen Wald oder dem Böhmerwald zugewandert. Seitdem müssen die Bachen noch besser auf ihre Frischlinge aufpassen.
 

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